JapanNagasaki

Nagasaki

Wie Hiroshima wurde auch Nagasaki im Zweiten Weltkrieg von den Amerikanern mit einer Atombombe beworfen. Ein Monolith aus schwarzem Marmor im Hypozentrum-Park steht heute an der Stelle, an der die Bombe detoniert ist. Während über Hiroshima aber ein leicht melancholischer Schleier liegt, scheint es, als hätte Nagasaki dieses schreckliche Verbrechen besser verarbeitet. Das zumindest ist unser Eindruck. Es ist bisher die schönste Stadt, die wir in Japan besucht haben.

Nagasaki, Japan

Vielleicht sind es die vielen kleinen Flüsse und Brücken, die beim Anblick Freude versprühen. Vielleicht ist es auch der wirklich kolossale Panorama-Blick vom 333 Meter hohen Berg Inasa, der hinter Hongkong und Monaco die schönste Aussicht der Welt bieten soll. “A million dollar nightscape” heißt es im Flyer, den man am Eingang zur Seilbahn bekommt. Für gut zehn Euro gondelt diese Aussichtsfanatiker und Fotografen samt riesigen Stativen hoch und runter.

Nagasaki: Berg Inasa - A million dollar nightscape

Einige interessante Fakten über Nagasaki? In der internationalen Hafenstadt befindet sich mit der Mitsubishi-Werft die größte Schiffswerft der Welt, es gibt vier chinesische Tempel sowie ein Chinatown. Zudem hat Nagasaki die höchste Fischfangquote Japans und neben Tempeln und Schreinen gibt es auch christliche Kirchen und so eine Art holländisches Dorf.

In der Edo-Zeit im 16. Jahrhundert haben die Japaner zwar Handel mit der Außenwelt betrieben. Jedoch traute man wohl nur Chinesen – deshalb das Chinatown mitten in der Stadt – und Holländern. Unsere Nachbarn handelten unter anderem mit Zucker, Samtstoffen sowie Gewürzen und führten in Japan bis dato unbekannte Dinge wie Kaffee und Klavierspiel ein. Sie durften die künstlich angelegte Insel Dejima vor Nagasaki aber nur mit einer Sondererlaubnis verlassen.

Kirche auf der künstlich angelegte Insel Dejima vor Nagasaki

Heute kann man in einem nachgebautem Dorf sehen, wie die Holländer damals auf der Insel gelebt haben. Wie die Menschen heute in Fukuoka leben, steht dann auf der nächsten Postkarte geschrieben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.