BeppuJapan

Beppu

Heiße Quellen, heiße Bäder und Geysire mit heißem Wasser: Beppu ist so eine Art Kur- und Entspannungsort. Hier kommt überall heißer Dampf oder kochendes Wasser aus der Erde. Die Einwohner schießen es durch Rohre und heizen damit ihre Häuser. Alternativ lassen sie es in große Becken tropfen und nennen es Onsen.

Bevor man sich aber in das Onsen mit heißem Wasser aus der Hölle legt und sich abkocht, muss man sich in einer achtjährigen Prozedur waschen. Danach ist man der sauberste Mensch der Welt.

Wer nicht darauf steht in einen Kochtopf zu steigen, kann sich auch am Strand vergraben lassen – im sogenannten Sandbad. Dabei schaufeln ein paar starke Frauen ein Loch, in das man sich mit einem Leih-Yukata hineinlegt. Heißer Sand drüber (der Kopf guckt natürlich raus) und dann liegt man für ne viertel Stunde da. Recht entspannt das Ganze. Da nickt man unter dem Gewicht des warmen Sandes auch mal kurz ein. Zudem soll der Sand bei Wunden, Verbrennungen und chronischen Hautkrankheiten Linderung bringen. Für Klaustrophobiker ist diese Begrabungsnummer aber wohl eher nichts.

Einen Geysir hat Beppu auch. Der spuckt etwa alle 30 bis 40 Minuten mit kochend heißem Wasser um sich. Ist recht eindrucksvoll, wenn man so einen Wasserspeier noch nie gesehen hat. Interessanter war aber der Wasserdampf, der sich in den Bäumen über dem Geysir verteilte und so ein Horror-Szenario schuf.

Beppu, Japan

Apropos Horror: Nebenan befindet sich eine Hölle. Das heiße Wasser der Chi-no-ike-jigoku-Hölle ist blutrot und dampft wie eine alte Lokomotive.

Beppu, Japan

Ansonsten ist das Städtchen recht trostlos. Wahrscheinlich lag es aber auch am ebenso trostlosem Wetter. Ein paar Geschäfte – viele davon geschlossen – und einige Restaurants. Sicherlich kann man hier bei Sonnenschein gut wandern, dafür hätte aber die Sonne scheinen müssen. In Nagasaki, der nächsten Station, dürfte es zwar weniger heißes Quellwasser geben, aber dafür wieder etwas mehr Leben.

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