HiroshimaJapan

Hiroshima

Rund 600 Meter über Hiroshima explodierte am 6. August 1945 um 8:16 Uhr die erste Atombombe der Welt. Abgeworfen von einem amerikanischen Flugzeug. Drei Tage später folgte die zweite auf Nagasaki. Es waren bislang die beiden einzigen Atomwaffen, die Menschen auf andere Menschen geworfen haben.

In Hiroshima waren 70.000 bis 80.000 Menschen sofort tot. Die bei der Explosion freigesetzte nukleare Strahlung brachte in den darauffolgenden Wochen, Monaten und Jahren viele weitere Opfer. Insgesamt soll die vier Tonnen schwere Uranbombe “Little Boy” bis zu 200.000 Menschen getötet haben. Aber genug des Geschichtsunterrichts an dieser Stelle.

Wenn man so im Friedenspark steht, die Atombombenkuppel auf der anderen Seite des Flusses sieht, Menschen neben einem die Friedensglocke läuten und man das Friedensfeuer brennen sieht – das übrigens erst dann erlöschen soll, wenn alle Atomwaffen auf der Welt abgeschafft sind – denkt man über die vielen sinnlosen Kriege nach. Über Atombomben, Agent Orange, Konzentrationslager, Killing Fields … ein Ort zum Grübeln, dieser Friedenspark.

Hiroshima Japan Atombombenkuppel und Friedensdenkmal

Täglich erinnert dort eine Uhr um genau 8:16 Uhr mit einer Melodie an die Katastrophe.

Heute ist in Hiroshima keine höhere Strahlenbelastung festzustellen als irgendwo anders – Fukushima und Tschernobyl ausgenommen. Die Stadt ist in etwa so groß wie Köln und alles ist fußläufig erreichbar. Ansonsten fahren aber auch uralte Straßenbahnen für 1,50 Euro pro Strecke.

Straßenbahn in Hiroshima

Der Sukkei-In-Garten unweit des Hauptbahnhofs ist ein traumhafter Ort. Für umgerechnet zwei Euro Eintritt kann man unter Kirschblütenbäumen sitzen, Kois und Schildkröten im Teich beobachten und der Sonne dabei zusehen, wie sie fast rot wird, bevor sie hinter den Häusern verschwindet.

Park in Hiroshima, Japan

Wer es etwas spannender mag: Anfang April beginnt in Japan die Baseball-Saison – übrigens die beliebteste Sportart hier. Im Mazda-Stadion kann man sich Spiele der Hiroshima Carp ansehen. Wer außerhalb der Saison da ist, kann sich für etwa 36 Euro ein Trikot der Carp im Stadion-Fanshop kaufen. Oder macht einen Ausflug auf die Insel Myajima, von der aus die nächste Postkarte kommt.

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