Kyōto

In Köln gibt es rund 1.000 Büdchen; in Kyōto doppelt so viele Tempel und Schreine. Die ehemalige Hauptstadt Japans ist ein Paradies für Weltkulturerbe-Fans und alle, die auf den Spuren der Landesgeschichte wandeln wollen. Einer der schönsten Tempel ist der Kinkaku-Ji, der Goldene-Pavillon-Tempel. Zugleich ist es aber auch die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Kyōtos. Wir hatten Glück: kamen um 17:30 Uhr, kurz bevor die Tore geschlossen wurden. So konnten wir das heilige Gebäude im Sonnenuntergang mit weitaus weniger Touristen um uns herum fotografieren und die Spiegelungen im Wasser bewundern.

Kinkaku-Ji, der Goldene-Pavillon-Tempel

Kinkaku-Ji, der Goldene-Pavillon-Tempel

Aber auch bei vielen anderen Tempeln sind die Besucheranstürme enorm, was die Betreiber auszunutzen wissen. Überall findet man Spardosen. Wirft man Geld hinein, darf man an einer Glocke läuten, einen Zettel aus einer Holzkiste nehmen und ein paar Meter weiter an einen Baum hängen oder seinen Wunsch auf ein Stück Holz schreiben, das dann bei der Sanierung des Tempels im Dach verarbeitet wird. Neben den etwa 300 – 700 Yen für den Eintritt lassen sich einige Hundert also auch für Wünsche und kleine Souvenirs wie Handyanhänger mit Glöckchen ausgeben.

Kyōto ist aber auch die Geisha-Stadt. Vor allem im Viertel Gion laufen viele Frauen in bunten Kimonos herum. Die wenigsten von ihnen sind aber wirklich Geishas. Es sind viel mehr japanische Touristen die nach Kyōto kommen, sich einen Kimono leihen und mit Selfie-Sticks durch die Stadt laufen. Wer statt leihen lieber für zu Hause kaufen möchte: in Kitano gibt es einen riesigen Markt, auf dem man Kimonos, Yukatas und Haoris auch gebraucht schon ab etwa zehn Euro bekommt.

Touristen-Geishas in Kyoto

Was man in Kyōto sonst noch so machen kann?

  • unbedingt in einem Ryokan übernachten
  • auf den Kyōto-Tower hochfahren und die Stadt von oben sehen
  • ein Fahrrad leihen (ab etwa 800 Yen pro Tag) und auf Gehwegen um die Fußgänger Slalom fahren. Es gibt zwar fast keine Fahrradwege, man darf aber auf Gehwegen fahren und kommt so extrem schnell voran
  • sich in einem Zen-Garten am Tempel entspannen
  • abends über die Lichtschranken an der etwa vier Meter hohen Mauer, die den Kaiserpalast umgibt, den Alarm auslösen

Weiter geht’s nach Osaka, der inoffiziell zweitgrößten Stadt Japans.

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